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Karlsruhe – Naziaufmarsch erfolgreich blockiert

Heute wurde der von den Nazis als „Nationale Großdemonstration“ angekündige Aufmarsch in Karlsruhe erfolgreich verhindert. Die Hauptroute inkl. aller Ausweichrouten, vom Hauptbahnhof aus, wurden von vielen Menschen blockiert. Die Menschen blockierten, direkt von der antifaschistischen Demonstration kommend, alle Straßen rund um den Bahnhofsvorplatz.

Hier ein Artikel von „Keinen Meter“ auf Linksunten:

[KA] Mehr als 3.000 Menschen blockieren bundesweiten Naziaufmarsch

Mehr als 3.000 Menschen verhinderten am Samstag den als „Nationale Großdemonstration“ angekündigten Naziaufmarsch in Karlsruhe. Sowohl die geplante Route östlich des Hauptbahnhofs als auch alle möglichen Ausweichrouten waren durch Gegendemonstrant_innen blockiert, so dass die ca. 200 Nazis keinen Meter der geplanten Route zum Bundesverfassungsgericht marschieren konnten. Im Anschluss an die erfolgreiche Blockade zog eine antifaschistische Demonstration mit 500 Personen durch die Karlsruher Südstadt.

Bereits am morgen folgten mehr 2.000 Menschen dem Aufruf des Antifaschistischen Aktionsbündnis Karlsruhe (AAKA) und zogen vom Tivoli auf die Ettlinger Straße. An der Kreuzung zur Poststrasse verließen ca. 1.500 Menschen die Demonstration und überliefen die Polizeisperren zum Hauptbahnhof und umstellten für mehrere Stunden den Bereich zwischen Hauptbahnhof und Bahnhofsstrasse. Die verbleibenden Demonstrant_innen zogen weiter zur Kundgebung auf der Ebertstraße. Im weiteren Verlauf stellten sich Antifaschist_innen auch auf die Viktor-Gollancz Straße, so dass sämtliche Ausweichrouten der Nazis blockiert waren.
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Aufruf zum antikapitalistischen Block auf der 1. Mai Demonstration des DGB

Quelle: Rote Aktion Mannheim
Für den 1. Mai mobilisieren verschiedene Gruppen und Einzelpersonen zu einem antikapitalistischen Block auf der Demonstration des DGB. Wie schon im Vorjahr soll hier eine Absage an den sozialpartnerschaftlichen Kurs der DGB Spitze erteilt und zu einer klassenkämpferischen Perspektive aufgerufen werden. Die Rote Aktion Mannheim ist Mitorganisator des Blockes. Im Folgenden ist unser Aufruf dokumentiert. Ein ausführlicherer Text, sowie Zeitung zum 1. Mai ist weiter unten veröffentlicht.

Gegen Sozialpartnerschaft und euren Sozialen Frieden
Für eine Perspektive jenseits des Kapitalismus

Heraus zum antikapitalistischen 1. Mai

Ein Bündnis verschiedener linker Gruppen und Einzelpersonen ruft für den 1. Mai – dem traditionellen Kampftag linker Kräfte – dazu auf, gemeinsam und entschlossen gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg auf die Straße zu gehen. Gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit wollen wir an diesem Tag ein entschiedenes Zeichen gegen Elend, Armut, Krieg und die stetig steigende Verschlechterung der Arbeits- und Lebensbedingungen setzen. Gleichzeitig möchten wir eine Perspektive hinsichtlich einer befreiten und solidarischen Gesellschaft aufzeigen, jenseits kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung. Aktuelle sozialpartnerschaftliche Konzepte des DGB oder die Proklamation eines einseitigen sozialen Friedens aus Richtung der Sozialdemokratie stehen einer Entwicklung hin zu einem kämpferischen Umgang mit den bestehenden zutiefst ungerechten Verhältnissen im Wege. Darum rufen wir für den diesjährigen Mai abermals zu einem antikapitalistischen Block auf der Demonstration des DGB in Mannheim auf. Wir wollen versuchen mit Gesprächen, Infomaterialien und der Eigenartikulation in einem gemeinsamen Block eine Perspektive jenseits der Sozialpartnerschaft zu vermitteln.

Organisierter Widerstand statt Sozialpartnerschaft

Seit Jahrzehnten schon stellen die Gewerkschaftsdemonstrationen in der BRD zum 1. Mai keine klassenkämpferische Perspektive mehr in den Vordergrund. Im Gegenteil: Sozialpartnerschaftlich wird hier mit SPD und Grünen demonstriert, ohne einen Pfifferling auf die antisoziale Politik dieser Parteien zu geben. Diese ‚Latschdemos’ sind aber nur ein Ausdruck des Befriedungskurses der Gewerkschaftsspitzen und allerhöchstens die Spitze des Eisberges. Denn seit Jahren nimmt die Hetze gegen kämpfende ArbeiterInnen wieder zu, Errungenschaften aus Arbeitskämpfen werden zurückgenommen – ja sogar hinter sie zurückgefallen – und der Sozialkahlschlag zieht immer weitere Kreise. Die Gewerkschaftsführungen und SozialdemokratInnen schwächen in dieser Zeit bewusst aufkommende Dynamiken der Arbeiterbewegung. Sie wird zum stillhalten aufgerufen und zum Schweigen angehalten, denn man säße ja schließlich ‚gemeinsam im gleichen Boot’. Dieser offen sozialpartnerschaftliche Kurs schwächt den Widerstand der Unterdrückten und Ausgebeuteten und spielt den Herrschenden nicht nur in die Hände, sonder ist Teil des politischen Klassenkampfes von Oben. Gegen diese andauernden Angriffe auf unsere Arbeits- und Lebensbedingungen kann nur mit einem gemeinsam organisierten Widerstand effektiv vorgegangen werden. Das bedeutet für uns, das Bewusstsein der Lohnabhängigen zu stärken und sie zu einem Kampf von Unten zu mobilisieren. Ein solches Projekt kann nur ein ausdauerndes sein, da Bewusstsein nicht einfach aus der Luft entsteht. Darum gehen wir – als revolutionäre AntikapitalistInnen – am 1. Mai auf die Straße und beteiligen uns an der Gewerkschaftsdemonstration. Denn Veränderung kann nicht nur erträumt, sondern sie muss erkämpft und organisiert werden.

Darum beteiligt euch am antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemonstration in Mannheim! 09.30 Uhr am Gewerkschaftshaus des DGB!

Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft!
Für eine revolutionäre Perspektive!

Rote Aktion Mannheim

Info – und Basteltag im Vorfeld: 25. April ab 14 Uhr im JUZ Mannheim – Wir freuen uns auf euer Kommen!

25. Mai Karlsruhe – Den Nazis keinen Meter!

Antifa Karlsruhe:

Für Samstag, den 25. Mai, planen Nazis unter dem Motto „Freiheit für alle Nationalisten – Freiheit für unsere Kameraden“ eine bundesweite Großdemonstration in Karlsruhe. Sie beziehen sich auf acht Nazis aus Deutschland und Österreich, die wegen Gewalttaten und Volksverhetzung einsitzen.

Als Verantwortlicher tritt Henrik Ostendorf (NPD) aus Bremen auf. Ostendorf weist eine lange Karriere als Aktivist verschiedener mittlerweile verbotener neonazistischer Parteien und in rechten Hooligan-Kreisen auf. Er ist der Bruder des „Kategorie C“-Sängers Hannes Ostendorf. Heute gilt er als Drahtzieher im internationalen Netzwerk zwischen NPD, NS-Skin-Milieu und der rechten Hooliganszene. Er ist als Geschäftsführer der Deutschen Stimme und Verantwortlicher der geschichtsrevisionistischen Heß-Kampagne „46 Jahre“ tätig.

Die Ortswahl Karlsruhe als Standort des Bundesverfassungsgerichts soll dem Aufmarsch bundesweite Bedeutung verleihen. Gerade vor dem Hintergrund des NSU-Prozesses und der Aufdeckung neonazistischer Netzwerke in Gefängnissen stellt die Ankündigung eine große Provokation dar, die nicht unbeantwortet bleiben darf. Der Verhöhnung der fast 200 Opfer rechter Gewalt seit 1990 müssen wir uns entschlossen entgegenstellen.

Daher haltet Euch den Tag frei, bereitet Euch auf Blockaden vor und lasst uns gemeinsam den Tag zum Desaster für die Nazis machen.

LINK

Rückblick auf den 15.03 in Landau

Der 15.03.2013 in Landau – Geschichtsrevisionismus und antifaschistische Gegenaktionen

Wie in den vergangenen drei Jahren auch, fand am letzten Wochenende eine geschichtsrevisionistische Kundgebung der Vorder- und Südpfälzischen Neonaziszene in Landau statt. Anlaß für die Kundgebung war der Jahrestag der alliierten Luftangriffe im zweiten Weltkrieg auf Landau. Die Faschisten versuchen gezielt, die Ereignisse des 16.03.1945 für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und deuten die Geschichte bewusst um. Im Gegensatz zum Vorjahr wählten die Nazis dieses Jahr allerdings den 15.03. als Kundgebungstermin aus, weshalb die antifaschistischen Gegenproteste kurzfristig unterminiert werden mussten. Offensichtlich hauchten die antifaschistischen Mobilisierungen im Vorfeld des 16.03. den Faschisten so viel Respekt ein, dass diese es vorzogen, bereits einen Tag früher in Landau aufzumarschieren. Dies ist für alle Antifaschist_innen als Erfolg zu werten.

Der 15.03.

Bereits gegen Nachmittag wurde deutlich, dass Landau an diesem Tag fest in der Hand der Polizei sein würde. Am Hauptbahnhof zogen sich bis in die frühen Abendstunden immer mehr Polizeikräfte zusammen, „alternativ“ aussehende Menschen wurden in der gesamten Innenstadt kontrolliert. Insgesamt mehrere hundert Polizisten wurden zum Schutz der Nazis nach Landau abgestellt.
Von den bürgerlichen Parteien und dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Landau wurde für 19 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Landauer Marktplatz eingeladen. An dieser Kundgebung, fernab von den Nazis, nahmen letztendlich geschätzte 100 Bürger_innen teil. Die Kundgebung diente auch als Anlaufpunkt für Antifaschist_innen.
Als kurz vor 20 Uhr bekannt wurde, dass die Nazis in der Stadt und auf dem Weg zu ihrem zugewiesenen Kundgebungsplatz vor der Post waren, bewegten sich die anwesenden Antifaschist_innen in Richtung Nazikundgebung.

Nazis

Angereist waren die Nazis mit einem Regelzug aus Neustadt Weinstraße. Die 28 Personen umfassende Gruppe wurde vom Westbahnhof aus unter massivem Polizeischutz in einem Wanderkessel durch die Innenstadt zu ihrem Kundgebungsplatz in der Ostbahnstraße geleitet. Im Verlauf des Fußwegs durch die Innenstadt kam es zu Flaschenwürfen auf Gegendemonstrant_innen.
Während der Kundgebung wurde u.A. von Klaus Armstroff (NPD-Kreisvorsitzender deutsche Weinstraße) eine Rede gehalten, darüberhinaus führte die JN „Rheinland und Pfalz“ ein sogenanntes „Sprechspiel“ auf.
Die Außenwirkung der Nazikundgebung dürfte am Freitag Abend gegen Null tendiert haben. Ihr Gejammer wurde von doppelten Reihen „Hamburger Gittern“ und zahlreichen Polizeikräften so abgeschirmt, dass es für Außenstehende und Gegendemonstrant_innen nahezu unmöglich war, einen Blick auf den traurigen Haufen zu erhaschen. Zu hören waren jedenfalls nur die Parolen und Trillerpfeifen der Gegendemonstrant_innen. Im Verlauf der Nazikundgebung wurden deren Teilnehmer mit Wasserbomben und allerlei faulem Obst eingedeckt.
Im Anschluss der Kundgebung wurden die Nazis, wiederum begleitet von demonstrierenden Antifaschist_innen, in einem Wanderkessel zum Landauer Hauptbahnhof gebracht, von wo aus sie mit dem Zug ihre Heimreise antraten.

Polizeigewalt

Ein übertriebenes Aufgebot an Polizeikräften hatte am Freitag die Aufgabe, das „Jammergedenken“ der Faschisten um jeden Preis durchzuknüppeln. Schon im Vorfeld der Nazikundgebung wurde klar, dass für die Polizei die Gegendemonstrant_innen das eigentliche Problem darstellen, und dass „die Polizei ein wachsames Auge auf Gegendemonstranten aus der linken Szene“ (Zitat „Die Rheinpfalz“ vom 14.03.2013) haben wird.
Waren bereits in den vergangenen Jahren die Hundertschaften der rheinland-pfälzischen Bereitschaftspolizei im Einsatz, so gesellten sich in diesem Jahr noch eine Festnahmeeinheit sowie zahlreiche Zivilbeamte hinzu. Insbesondere die Festnahmeeinheit prügelte immer wieder auf Antifaschist_innen ein. Selbst Polizisten, welche zur Verkehrsregelung eingeteilt waren, schlugen mit Teleskopschlagstöcken auf Gegendemonstrant_innen ein, auch ältere Gegendemonstrant_innen wurden massiv angegangen. Im Lauf des Abends kam es zu sechs Ingewahrsamnahmen (unter anderem wegen angeblicher Wasserbombenwürfe oder Vermummung), der letzte Ingewahrsamgenommene kam um Mitternacht frei. Alle Gefangenen wurden erkennungsdienstlich behandelt. Auf der Landauer Polizeiwache wurde mindestens einer der Ingewahrsamgenommenen Personen massive körperliche Gewalt angedroht: „Fresse halten, sonst Genickbruch!“

Abschließend lässt sich sagen, dass die Polizei mit äußerster Brutalität auf Gegendemonstrant_innen losging. Insbesondere am Schwanenweiherpark kam es zu einer regelrechten Hetzjagd von Polizei auf Antifaschist_innen. Hierbei rasten Polizeieinheiten mit geöffneten Seitentüren über die Grünfläche, mehrere Antifaschist_innen wurden fast von einem Polizeiauto erfasst. Es gleicht einem Wunder, dass es hierbei nicht zu ernsthaften Verletzungen kam.

Fazit

Die antifaschistische Mobilisierung kann unserer Ansicht nach als Erfolg gewertet werden: die Zahl der protestierenden Antifaschist_innen hat sich im Gegensatz zu den vorigen Jahren nahezu verdoppelt, die Nazikundgebung wurde von massivem und lautem Protest begleitet.
Im Gegensatz dazu hat die Zahl der bürgerlichen Gegendemonstranten, die sich den Nazis direkt in den Weg stellen wollten, abgenommen. Für uns stellt das Gedenken an die Opfer des Kriegs keine Alternative zu direkter antifaschistischer Intervention am Kundgebungsort der Nazis dar.
Allerdings richtet sich unsere politische Praxis nicht nur gegen die organisierten Nazis, sondern gegen jedes antiemanzipatorische Gedankengut, wie es in der Mitte der Gesellschaft und ebenso bei Landaus Oberbürgermeister Schlimmer zu finden ist. Wenn der Oberbürgermeister in seiner Rede auf dem Marktplatz erwähnt, dass von den bürgerlichen Gegendemonstranten „Flagge für Menschlichkeit, Offenheit und Toleranz“ gezeigt werden soll, muss er uns erklären, wie diese postulierten Werte in seinem politischen Handeln Einzug halten. Erinnert sei hierbei an die im letzten Jahr von der Stadt veranlasste Abschiebung einer Familie, welche von Landaus Stadtoberen gerechtfertigt wurde. Des Weiteren behalten die diffamierenden Vergleichen Schlimmers zwischen Aktivist_innen, welche für die Umbenennung der Hindenburgstraße eintraten, mit den Taliban, einen faden Beigeschmack.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Antifaschist_innen bedanken, die am Freitag und schon bereits im Vorfeld ein klares Zeichen gegen Faschismus und die Umdeutung der Geschichte gesetzt haben. Den von Polizeigewalt betroffenen Personen möchten wir gute Genesung wünschen. Allen von Repression Betroffenen gilt unsere Solidarität. Wir möchten die betroffenen Personen bitten, verschlüsselt per Mail mit uns Kontakt aufzunehmen, um das weitere Vorgehen abzustimmen und, falls nötig, Kontakt zu Anwält_innen herzustellen.

Wo immer Nazis aufmarschieren, die Geschichte umdeuten und für ihre Zwecke missbrauchen, wird ihnen Widerstand entgegen gesetzt werden. In Landau, in der Pfalz, überall.

- Antifaschistische Aktion Landau, im März 2013 –

Landau- latest news

Das Gedenken der Nazis findet nicht wie ursprünglich angenommen auf dem Stiftsplatz statt, sondern wie letztes Jahr an der Sparkasse: Einmündung Ostbahnstraße/Gerberstraße/Königsstraße.

Landau – Informationen zur Nazikundgebung am 15.03

Wie es sich schon in den letzten Tagen abzeichnete, werden die Neonazis nun am Freitag, den 15.03 versuchen, ihre „Trauerkundgebung“ in Landau abzuhalten. Scheinbar wollten sie durch die Terminänderung die geplanten Gegenproteste in der Innenstadt umgehen. Doch diese Rechnung wird wohl nicht aufgehen, da egal an welchem Tag sie kommen, wir auch da sein werden!

Die Neonazis wollen gegen 20 Uhr in Landau anreisen. Laut eines Linksunten-Artikels planen sie eine Anreise per Zug aus Richtung Neustadt. Als Kundgebungsort soll aller Voraussicht nach der Stiftsplatz dienen.

Ab 19 Uhr ist eine bürgerliche Gegenkundgebung auf dem etwa 200 Meter entfernten Rathausplatz angemeldet, welche man auch als Anlaufpunkt nutzen kann. Ab dem Zeitpunkt einer möglichen Ankunft der Neonazis sollte jedoch der Fokus auf dem Stiftsplatz liegen, um den Nazis an Ort und Stelle die Tour zu vermasseln.

Achtet weiterhin auf Ankündigungen über den Blog. Es wird am Freitag einen Ermittlungsausschuss geben, an welchen ihr euch ab dem Nachmittag wenden könnt, wenn ihr von polizeilicher Repression betroffen seid.

Die Telefonnummer des EA lautet: 0162 8644554

Kommt nicht allein, informiert Freunde und Bekannte und zeigt, dass Landau keinen Raum für Faschismus bietet – am 15.03 das Gejammer zur Tragödie machen!


Es handelt sich hierbei um den Aufruf der Antifa Landau. Wir die Antifaschistische Aktion Bad Bergzabern unterstützen den Aufruf und möchten euch alle bitten den Nazis in Landau zu zeigen, dass sie weder dort noch sonstwo erwünscht sind!
Alerta Antifascista!

Wichtiges zum Thema Repression

Solltet ihr Opfer von Repressalien werden, egal in welcher Form, möchten wir euch noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass ihr gegenüber der Polizei nur zu folgenden Angaben verplichtet seit:

•Name, Vorname, ggf. Geburtsname
•(Melde-)Adresse
•allgem. Berufsbezeichnung (z.B. „Student“, „Angestellte“)
•Geburtsdatum und Ort
•Familienstand (z.B. „ledig“)
•Staatsangehörigkeit

Ansonsten gilt: Lasst euch nicht weichreden und verweigert jegliche Aussage!
Solltet ihr festgenommen werden, gilt das gleiche Prinzip. Bei Transporten von festgenommenen Personen kann es sein, dass der ein oder andere nervös ist und den Drang verspürt sich mit anderen auszutauschen.
Unterlasst am besten jegliche Form von Privatgesprächen und diskutiert nicht über das was man euch ggf. vorwirft getan zu haben. Nicht selten ist ein Spitzel unter euch, der auf die ein oder andere Information besonders scharf ist.
Beruhigt euch Gegenseitig und unterhaltet euch nur über eure Rechte!
Alles was ihr nach einer Festnahme sagt, stellt eine Aussage dar!
Lasst euch auch auf der Wache nicht Weichreden und unterschreibt nichts!
Sie können euch maximal 24 Stunden festhalten (unter Tatverdacht 48 Stunden) und ihr habt ein Recht darauf 2 Telefonate zu führen!
Nehmt euch benötigte Medikamente in ausreichender Menge mit!

Solltet ihr feststellen, dass jemand festgenommen wird dann informiert ggf den EA!
Solltet ihr den Namen kennen, dann gibt den natürlich auch dem EA weiter!
Die EA-Nummer findet ihr im Aufruf der Antifa Landau!

Weiteres könnt ihr hier nachlesen:
Was tun wenn´s brennt (Rote Hilfe)

Auch am 15.03. kein Bock auf Gejammer

Leider sind bis zum heutigen Tag keine konkreten Informationen bezüglich der geschichtsrevisionistischen Kundgebung am 16.03.2013 in Landau bekannt geworden. Allerdings zeichnet sich mittlerweile ab, dass die Neonazis nicht wie zuerst angenommen am Samstag (16.03), sondern schon am Freitag (15.03) versuchen werden ihre Kundgebung abzuhalten. Ein am 12.03 auf Linksunten duplizierter Artikel, scheint diese Vermutung zu untermauern.

Sobald uns neue Informationen bezüglich der Kundgebung erreichen, werden wir diese schnellstmöglich veröffentlichen. Da uns auch der genaue Kundgebungsort noch nicht bekannt ist, gilt es auch dies noch abzuwarten.

Feststeht, dass wir die Neonazis am 15.03. in den Abendstunden zwischen 19 und 20 Uhr in Landau erwarten werden, um ihnen gemeinsam die Tour zu vermasseln!

Quelle: Antifa Landau

Kein Bock auf Gejammer – Den Nazis am 16.03 die Tour vermasseln!

Die alljährliche „Jammertournee“ anlässlich der Bombardierung der Pfalz, durch alliierte Truppen im Zweiten Weltkrieg wurde in den letzten Jahren als ein fester „Event“ in der vorder- und südpfälzischen Neonaziszene etabliert. Dies zeigt sich nicht nur in der Kontinuität der Durchführung, sondern auch an der jährlich steigenden Zahl der TeilnehmerInnen. Auch dieses Jahr ist fest damit zu rechnen, dass die FaschistInnen um das Ehepaar Armstroff (NPD) erneut versuchen werden geschichtsrevisionistische Kundgebungen in der Südpfalz abzuhalten. Zwar wurde im letzten Jahr aus der üblichen dreitägigen Tour durch Landau, Neustadt und Bad Dürkheim nur ein einzelner Termin in Landau, jedoch kann in Anbetracht der diesjährigen Bundestagswahl zu erwarten sein, dass die Neonazis jede Möglichkeit nutzen werden, um in der Öffentlichkeit zu stehen. Somit gilt es auch in diesem Jahr den Nazis die Tour zu vermasseln!

Ein Rückblick auf die vergangenen Jahre in Landau

Im Jahr 2010 kam es zum ersten sogenannten „Trauergedenken“ von circa 15 FaschistInnen aus dem Umfeld der NPD und dem Neonazizusammenschluss „Aktionsbüro Rhein-Neckar“. Hierbei wurde ihr Treiben von mehr als 200 AntifaschistInnen gestört. Währenddessen gedachte das „anständige Landau“ („Die Rheinpfalz“ vom 17.03.2010) mit ca. 300 Personen fernab der Neonazis ebenfalls der „Opfer“ der Bombardierung Landaus im Jahr 1945. Schon im Vorhinein versuchte die Stadt jeglichen Gegenprotest durch Geheimhaltung und der Mobilisierung zu einem „alternativen Gedenken“ durch den Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer (SPD) zu verhindern.
Allerdings gelang es einigen NeonazigegnerInnen Akzente zu setzen und die Kundgebung wurde lautstark gestört. Ebenso wurde der Abmarsch der FaschistInnen von mehreren direkten Aktionen begleitet.

2011 wuchs die Anzahl der FaschistInnen, welche sich in Landau zeigten, von 15 auf 21 Personen. Wie im Vorjahr auch, betraten die Nazis den Stiftsplatz gegen 20 Uhr. Trotz der erprobten Verschleierungstaktik des örtlichen Ordnungsamtes und der kurzen Mobilisierungszeit, gelang es antifaschistischen Gruppen und Einzelpersonen, Protest wahrnehmbar zu machen. 300 AntifaschistInnen begleiteten die geschichstsrevisionistische Veranstaltung so laut, dass die Nazis bereits nach 20 Minuten ihr Treiben einstellen mussten. Von den Redebeiträgen, die von Klaus Armstroff und Matthias Herrmann gehalten wurden, war trotz Lautsprechereinsatz kein Wort zu verstehen.
Während die Polizei gegen GegendemonstranInnen vorging, hielt die Stadt Landau eine eigene Veranstaltung vor dem Rathaus ab, nicht einmal in Sichtweite der Nazis.

Im Jahr 2012 wuchs die TeilnehmerInnenzahl auf 41 FaschistInnen, die für die Polizei überraschend in zwei Gruppen anreisten und durch die Innenstadt zu ihrem Kundgebungsort zogen. Da am Stiftsplatz eine Gegenkundgebung angemeldet war, hielten die Neonazis ihre Kundgebung zwischen Sparkasse und Post, in der vom Bahnhof wegführenden Ostbahnstraße ab. Zwar versammelte sich das bürgerliche Spektrum in diesem Jahr wieder auf dem Rathausplatz, jedoch verzichtete man auf das „alternative Gedenken“ und rief zu einer direkten Gegenkundgebung auf. Außerdem wurde, wie schon erwähnt, eine Gegenaktion auf dem Stiftsplatz, sowie eine Gegenkundgebung auf dem Obertorplatz durchgeführt. Erfreulicherweise entschieden sich in diesem Jahr die Mehrzahl der TeilnehmerInnen der bürgerlichen Kundgebungen dazu, auch zum Kundgebungsort der Nazis zu kommen und ihrem Unmut an Ort und Stelle kund zu tun.
Die Polizei sperrte weiträumig ab und ging massiv gegen AntifaschistInnen vor, es kam zu Naziübergriffen auf GegendemonstrantInnen. Dennoch gelang es, die Nazi-Kundgebung so zu stören, sodass deren Außenwirkung gegen null ging.

Jedes Jahr die selbe Scheiße

2013 jährt sich die Bombardierung Landaus durch die Alliierten am Nachmittag des 16.03.1945 zum 68. Mal. Wie immer mobilisieren die Neonazis nicht öffentlich, aber auch dieses Jahr ist fest davon auszugehen, dass sie versuchen werden, ihr „Trauergedenken“ abzuhalten. Es ist wieder mit einem ähnlichen Personenkreis, wie die Jahre zuvor zu rechnen, nämlich mit Mitgliedern der NPD und deren Jugendorganisation JN, Mitgliedern verschiedener Kameradschaften und dem ABRN. Laut Rheinpfalz standen Mitglieder des Aktionsbüros, in engem Kontakt mit Ralf Wohlleben, einem Komplizen der faschistischen Terrorzelle NSU. Er soll die Internetpräsenz des „Aktionsbüro Rhein-Neckar“ programmiert haben („Die Rheinpfalz“ vom 02.12.2011).
Inhalt der Kundgebung ist der Versuch, sich selbst als das eigentliche Opfer des Zweiten Weltkrieges darzustellen. Dabei wird die Tatsache, dass der systematische Bomberkrieg gegen ZivilistInnen in aller Welt (Guernica, Warschau, Rotterdam, London, Leningrad…) erstmals und massenhaft von den deutschen FaschistInnen angewandt wurde, völlig außer Acht gelassen. Die Geschichte wird bewusst verfälscht und umgedeutet: Der alliierte Luftkrieg, welcher als Reaktion auf die feigen und barbarischen Angriffe der Luftwaffe zu verstehen ist, wird in geschichtsrevisionistischer Manier als „Bombenholocaust“ verklärt.
Diese Form der Geschichtsverfälschung ist nicht nur ein bewusstes Ignorieren des verbrecherischen Charakters des deutschen Faschismus und seiner Kriegsschuld, sondern eine Umkehrung des Täter-Opferverhältnisses. Aussagen wie „Bombenholocaust“ setzen den millionenfachen Mord an europäischen Jüdinnen und Juden mit der unvermeidlichen Abwehr des deutschen Angriffskrieges gleich.

Dem bürgerlichen Gedenken, welches sich um eine Abgrenzung zum Gedenken der Nazis bemüht, ist oft die Verharmlosung Nazideutschlands immanent: Durch eine emotionalisierte Fokussierung auf die Einzelschicksale wird schnell die Beurteilung der Geschichte beeinflusst: Zu oft gilt dann die Trauer nicht in erster Linie den Opfern des Holocaust, den Opfern des Vernichtungskrieges gegen die Bevölkerung im Osten (Polen, Jugoslawien, Sowjetunion) oder der Verfolgung und Deportation von WiderstandskämpferInnen, Sinti & Roma, Homosexueller, Behinderter und vielen anderen Opfern Nazideutschlands, sondern eben der deutschen Nation und „den Deutschen“.

Wir lehnen diese Formen des Gedenkens ab, wir gedenken den wahren Opfern von Faschismus und Krieg!

Wir haben keinen Bock auf das Gejammer der Nazis, lasst uns ihnen gemeinsam am 16.03. in Landau die Tour vermasseln! Kommt nicht allein, informiert Freunde und Bekannte und zeigt, dass Landau keinen Raum für Faschismus bietet.

(Die jetzige Informationslage bezüglich des Kundgebungsortes und dem der Gegenkundgebung ist leider dünn. Bitte informiert euch regelmäßig auf bekannten Seiten im Internet oder in der regionalen Presse.)

ANTIFASCHISTISCHE AKTION LANDAU

Wir als antifaschistische und unabhängige Gruppe aus Bad Bergzabern möchten euch auch hier noch einmal ausdrücklich dazu aufrufen, am 16. März in Landau, aktiv und auf allen Ebenen Widerstand zu leisten und den Nazis zu zeigen, dass für geschichtsrevisionistisches, reaktionäres und nationalistisches Gejammer weder in Landau noch sonstwo Platz ist!
Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Naziveranstaltungen zum Desaster machen!





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